Samsung The Wall richtet sich an alle, die ein fixes Displayformat als Kompromiss betrachten. Das System besteht aus einzelnen MicroLED-Modulen, die nahtlos zu individuellen Bildschirmdiagonalen zusammengesetzt werden – von rund 89 Zoll bis weit über 200 Zoll. Wer einen klassischen Fernseher sucht, ist hier falsch. Wer eine raumbestimmende Videowand plant, findet in diesem System eine der wenigen realisierbaren Lösungen für den privaten Bereich.
MicroLED bedeutet: Jedes Pixel erzeugt selbst Licht, ohne Hintergrundbeleuchtung oder Farbfilter. Der Schwarzwert ist absolut, der Kontrast theoretisch unbegrenzt – vergleichbar mit OLED, aber ohne das Burn-in-Risiko bei Standbildern. Die einzelnen Kacheln fügen sich mit minimaler Pixellücke zusammen, sogenannte Nahtbreite unter 0,1 mm. Die Spitzenhelligkeit liegt je nach Konfiguration bei über 2000 cd/m², was auch in hellen Räumen mit Fensterfront funktioniert. Das Seitenverhältnis ist frei wählbar – 16:9, 21:9, 32:9 oder quadratisch. Für Streaming-Inhalte ist das 16:9-Format Standard, andere Formate eignen sich für Ambient-Displays oder Installations-Setups.
Samsung The Wall läuft intern über Tizen OS mit Zugang zu den gängigen Streaming-Diensten: Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, Apple TV+, YouTube. Die Bedienung erfolgt per Fernbedienung oder SmartThings-App. Für 4K-Streaming ist die Bandbreitenvoraussetzung identisch mit jedem anderen Smart-TV – mindestens 25 Mbit/s für stabiles 4K HDR. Der interne Prozessor skaliert geringere Auflösungen auf die Displaygröße hoch. Wer das System als reines Streaming-Display nutzt, braucht keinen externen Player – wer höchste Wiedergabequalität will, schließt einen dedizierten Media-Player per HDMI 2.1 an. Die Installation ist keine Heimwerkeraufgabe: Samsung arbeitet mit zertifizierten Händlern, die Planung, Montage und Kalibrierung übernehmen.
Samsung The Wall ist für Bauherren und Renovierer mit großzügigem Budget gedacht, die eine permanente, raumintegrale Displayfläche planen – kein Gerät, das man abstöpselt und mitnimmt. Der Einstiegspreis liegt im fünfstelligen Bereich, Großformate schnell im sechsstelligen. Wer primär Streaming-Inhalte in guter Qualität konsumieren will und kein spezielles Formatkonzept verfolgt, fährt mit einem OLED-Fernseher der 65–83-Zoll-Klasse wirtschaftlicher. The Wall lohnt sich dort, wo das Display zur Architektur gehört.
| Steckertyp | nicht zutreffend |
|---|---|
| Kabellänge | 0 m |
| IP-Schutzklasse | 0 |
| Garantie | 2 Jahre |
| PV-Ready | Nein |
| Outdoor-tauglich (IP54/IP65) | Nein |